„Wenn Ihr Hund zum Schlagzeuger mutiert, wird es Zeit für eine Krallen- und Pfotenpflege“

Lautstark hört man ihn. Und nein, es klappert nicht die Mühle am rauschenden Bach …

Wenn Ihr Hund sich durch klackende Geräusche auf hartem Boden bemerkbar macht, ist  Krallenpflege angesagt. Denn, was ist passiert? Die Krallen Ihres Lieblings sind gewachsen und zwar so stark, dass er seinen Gang oder Lauf nicht mehr mit den Ballen abfedern kann. Und das kann gefährlich werden.

Darauf sollten Sie bei den Krallen Ihres Hundes achten:

Wenn Sie feststellen, dass die Krallen den Boden berühren und Ihre Fellnase vielleicht auch einen etwas eigenartigen Gang hat, weil er auf den Krallenspitzen läuft, ist Stufe Rot angezeigt.

Die Krallen sind eindeutig zu lang. Das Tier gewöhnt sich deshalb einen unnormalen Gang an. Dies wirkt sich negativ auf die kleinen Gelenkknöchelchen aus, da sie eine unnatürliche Belastung erfahren. Zudem wird der gesamte Bewegungsapparat strapaziert und dies kann zu Krankheiten bis hin zur Arthrose führen.  

Hundekrallen werden häufig zu lang, wenn ein Hund seinen Auslauf auf weichem Untergrund hat. Meist Waldboden, Rasenfläche oder sandiger Boden. Zuhause auf weichem Teppich. So gibt es auch hier keine Möglichkeit, sich die Krallen etwas abzuschleifen. Eventueller Bewegungsmangel tut dann das Übrige. Ob die Krallen die richtige Länge haben, stellen Sie am besten so fest: Steht Ihr Hund gerade und sind die Vorderbeine direkt unter den Schultern, dürfen die Krallen den Boden nicht berühren. Im Idealfall können Sie ein Blatt Papier darunter durchziehen.

Ihr Hundefriseur kümmert sich auch um den richtigen Schnitt bei Hundekrallen

Viele meiner Kunden trauen sich nicht so richtig an das Krallenschneiden ran aus Angst, dass sie ihren Liebling verletzen könnten. Die Angst ist nicht ganz unbegründet, wie ich Ihnen gleich zeigen werde. Dennoch ist es kein unüberwindliches Hindernis …

Fakt ist, zu lange Krallen werden immer stärker von Nerven und Blutgefäßen durchzogen. Es ist ein bisschen ein Teufelskreis, je länger sie wachsen, desto mehr sind die Krallen durchblutet. Die Gefahr, den Hund zu verletzen, wird damit größer. In einem solchen Zustand darf man die Krallen auch nicht mehr stark einkürzen. Also müssen sie wenig, dafür aber öfter geschnitten werden, damit sich mit der Zeit die Nerven und Blutbahnen wieder zurückbilden.

Welche Schneidewerkzeuge ich dazu verwende, hängt von den Krallen, deren Länge und Beschaffenheit ab und ob der Hund ruhig oder nervös ist. Bei den innenliegenden Daumen- und Wolfskrallen arbeite ich besonders vorsichtig. Überlassen Sie mir Ihren Hund zur Krallen- und Pfotenpflege, zeige ich Ihnen dann, wie Sie die Krallen selbst kürzen können, wenn Sie das möchten. Anderenfalls führe ich das gern weiter für Sie aus. Im Zug des Krallenschneidens sehe ich mir auch die Pfote Ihres Lieblings genauer an.

Gut gepflegte Pfoten machen Sie und Ihren Hund glücklich

Er zeigt seine Liebe, Sympathie und sein Vertrauen, wenn uns ein Hund die Pfote gibt. Sie fühlen es dann sofort, ob die Pfoten weich und gepflegt sind oder rau, hart und sogar rissig.

Hundepfoten sind das reinste Wunderwerk der Natur. Sie halten Extreme aus. Kälte, Eis und Schnee machen ihnen so wenig aus wie aufgeheizte Straßen. Lediglich, wenn sie in spitze Gegenstände treten, kann der Ballen verletzt werden. Dabei sind die Pfoten äußerst sensibel und empfindsam.

Einen höchst interessanten Beitrag über die Beschaffenheit von Hundepfoten hat das Dogs Magazin (hier Link einfügen http://www.dogs-magazin.de/wissen/die-pfoten-des-hundes-86871.html) geschrieben. Es erläutert das Wunderwerk Hundepfote in gut verständlicher Weise.

Ein Hund tobt gern draußen herum. Auf normalem Boden passiert nichts weiter. Allerdings im Winter kann es zu unangenehmen Folgen für die Hundepfote kommen. Eis und Schnee sammeln sich in den Zwischenräumen der Zehen. Sie bilden eisenharte Gebilde und setzen Ihrem Hund bei jedem Schritt zu. Verletzungen und Schmerzen sind dann oftmals die Folge.  Bei langhaarigen Rassen verfilzt das Haar um den Ballen. Es bilden sich kleine Haarknäuel, die sehr wehtun können, werden sie nicht entfernt. Schneiden Sie diese Filzknoten umgehend ab, damit Ihr Hund wieder unbeschwert laufen kann.

Giftiges Streusalz setzt nicht nur den Pfoten zu. Gelangt es in den Magen, bekommt er zusätzlich Magen-Darm-Probleme. Deshalb achten Sie darauf, im Winter ausgedehnte Spaziergänge auf freiem Gelände oder im Wald zu machen. Hier ist die Gefahr weitaus geringer, dass Ihr Vierbeiner den ätzenden Substanzen begegnet.

Regelmäßige Pfotenpflege hält die Ballen geschmeidig und gibt Ihrem Hund ein sicheres Gefühl auf vier Pfoten.

Als Hundefriseuse schaue ich mir die Pfoten im Rahmen einer Behandlung an. Ich schneide überflüssige Haare weg und entferne Filzknoten, wenn vorhanden. Dann untersuche ich die Räume zwischen den Zehen auf etwaige kleine Steinchen oder Splitter. Auch Grashalme, picksende Samen, Dornen oder Kletten verfangen sich gerne darin und verursachen Schmerzen und manchmal sogar Entzündungen.

Wie können Sie die Pfoten Ihres vierbeinigen Familienmitgliedes pflegen?

Waschen Sie die Pfoten besonders nach Winter-Spaziergängen mit lauwarmem Wasser und geben Sie eine pflegende Creme auf die Ballen. Hat Ihr Freund eine „Schlammschlacht“ hinter sich, ergibt sich das von selbst. Eine Pflegecreme empfehle ich Ihnen beim nächsten Termin. Wenn Sie merken, dass die Haare sich verfilzt haben, entfernen Sie diese vorsichtig mit einer guten Schere.

Wie beim Menschen gepflegte Hände, so machen beim Hund gepflegte Pfoten einen guten Eindruck. Und Mensch und Tier glücklich … Bei Style for Dogs können Sie Pfotenpflege oder Krallenschneiden selbstverständlich auch einzeln buchen. Oder Sie buchen es mit im Pflege-Komplettpaket. Ich freue mich auf Sie und Ihren Liebling.